Die Lelit Elizabeth PL92T bewirbt sich mit einer starken Test-Performance für den Titel „Beste Dualboiler-Espressomaschine für den Einstieg“. Wir sind positiv überrascht und fühlen uns doch auch bestätigt. Denn Lelit geht mit der Elizabeth auch bei den Dualboiler-Espressomaschinen die Extra-Meile und macht damit vieles richtig. Deshalb ist unser Blick auf die Lelit Elizabeth ähnlich positiv wie unser damaliger Test über die Zweikreiser-Lelit Mara X.
Die Lelit Elizabeth ist eine von vielen Dualboiler-Espressomaschinen, die wir getestet haben und noch testen werden. Zur Übersicht geht es hier.
Mit unserem heutigen Protokoll fällt der Test strenger aus als 2022. Die Elizabeth braucht in unseren Messungen 25 bis 30 Minuten statt 20, bis sie wirklich auf Temperatur ist, und innerhalb eines Bezugs steigt die Temperatur deutlich an. Gemessen haben wir dasselbe Gerät, das inzwischen gut drei Jahre bei uns im Testbetrieb läuft. Ein neues Gerät kann sich anders verhalten. Ein Zwischentest im Mai 2025 lag deutlich näher an unseren Ergebnissen von damals.
Einordnung Lelit Elizabeth Dualboiler
Die Lelit Elizabeth ist einer der günstigsten Dualboiler auf dem Markt. Zum Testzeitpunkt 2022 lagen die Preise in der Schweiz zwischen 1.100 Franken bei den großen Online-Plattformen und 1.600 Franken im lokalen Handel. In Deutschland war die Lelit Elizabeth ab 1.050 Euro zu haben. Heute bekommt ihr sie für rund 1.000 Euro. Das ist wirklich günstig!
Viele Dualboiler steigen preislich erst im Bereich von mehr als 1.800 Franken oder Euro ein, was den Preis der Lelit Elizabeth umso kompetitiver macht. Darauf zu verweisen, dass diese Preise aufgrund hoher Stückzahlen und vor allem über den Online-Handel realisiert werden, ändert nichts daran: Die Lelit Elizabeth ist für einen Dualboiler preislich sehr günstig!
Gleichzeitig kommt sie mit einem Rucksack von Funktionen und Feinheiten daher, welche die viel teureren Modelle nicht im Gepäck haben. Verschiedene Preinfusionsmodi, ein Shottimer und eine durchdachte Steuerung machen die Lelit Elizabeth zu einer spannenden Espressomaschine für den Einstieg in die Dualboiler-Klasse!

Lelit Elizabeth im Schnellcheck
Du willst nicht den ganzen Artikel lesen? Dann findest du hier die wichtigsten Stärken und Schwächen der Lelit Elizabeth zusammengefasst.
Fakten
- Dualboiler mit PID-Temperaturregler und Vibrationspumpe sowie Pumpenmanometer.
- Die Elizabeth wiegt 12 Kilogramm, ist 32,2 cm breit (mit Lanze), 38,2 cm hoch und der Körper ist 26 cm tief. Rechnet man den Siebträger und das herausstehende Netzkabel dazu, so kommt die Lelit Elizabeth auf eine Tiefe von 43 cm.
- Die Tropfschale fasst 1,4 Liter.
- Der Wassertank hat ein Fassungsvermögen von 2,5 Litern. Die Maschine kann nicht an das Festwasser angeschlossen werden.
- Dampfkessel-Volumen: 0,6 Liter (lässt sich ausschalten)
- Brühkessel-Volumen: 0,3 Liter
- Das Gehäuse der Maschine ist aus gebürstetem Edelstahl.
- Lelit ist ein italienischer Hersteller und gehört zur Breville Gruppe.
Stärken der Lelit Elizabeth
- Die Lelit Elizabeth vereint die Stärken einer Dualboiler-Espressomaschine mit einem verhältnismäßig günstigen Preis. Die voneinander getrennten Kessel erlauben eine zielgenaue Einstellung der Espressomaschine für die beiden Hauptzwecke: Espresso zubereiten und Milch schäumen.
- Die Temperatur der Lelit Elizabeth ist von Bezug zu Bezug konstant, wenn die Maschine gut durchgeheizt ist. Das ist nach unserem Retest 2026 nach 25 bis 30 Minuten der Fall, nicht wie 2022 angegeben nach 20.
- Die Lelit Elizabeth PL92T weist einen geringen Stromverbrauch auf. Für Aufheizen und einen Espresso messen wir heute 0,171 kWh mit Dampfboiler, ohne Dampfboiler waren es 0,082 kWh.
- Die Dampfperformance der Lelit Elizabeth ist gut. Sie rollt kräftig, heizt aber langsam, was eine lange Rollphase und somit sämigen Schaum ermöglicht. Der Boiler lässt sich bis 145 Grad Celsius regeln.
- Praktischer Shottimer, um die Bezugslänge in Sekunden zu sehen.
- Zwei verschiedene Preinfusionsmodi, die zeitlich viel Spielraum lassen, um aus jedem Espresso das perfekte Ergebnis herauszuholen.
- Übersichtliches LCC (Lelit Control Center) zur Steuerung der Maschine sowie als Anzeige des Shottimers. Weitere Funktionen zur Steuerung und Programmierung der Maschine im Expertenmodus.
- Gutes Sieb mit 18 Gramm Fassungsvermögen im Lieferumfang.
- Programmierbare Tasten, die auch für ein automatisiertes Flushen und Reinigungsprogramm verwendet werden können.

Die Lelit Elizabeth PL92T erlaubt eine Steuerung auf verschiedenen Ebenen. Auf der Oberfläche kann die Temperatur und zum Beispiel die Zeit der Bezüge programmiert werden. Auch eine Einstellung der Preinfusion ist möglich. Über die erweiterte Steuerung können viele Details der PID geregelt werden. Auf dieser Ebene erlauben kaum Hersteller den Zugriff.
Schwächen der Lelit Elizabeth
- Die Verarbeitung der Maschine könnte hochwertiger sein. Der Edelstahlkorpus fühlt sich dünn an, im Vergleich zu anderen Dualboilern.
- Der Siebträger ist funktionell gut, jedoch nicht balanciert. Das Plastik des Griffes wirkt billig.
- Es ist ein Plastiktamper im Lieferumfang, der aber als Tamper nicht geeignet ist.
- Das Dampfrad aus Plastik wirkt wie eine Übergangslösung und strahlt die geringere Wertigkeit des Siebträgergriffes aus.
- An verschiedenen Stellen hat die Lelit Elizabeth relativ scharfe Kanten, die auch bei der alltäglichen Nutzung zu unschönen Schnitten führen können.
- Die Maschine wird teilweise sehr laut, wenn der Wasserstand im Wasserbehälter zu gering ist. Die Pumpe selbst ist eher leise.
- Der Wasserbehälter wirkt wie ein Überbleibsel aus älterer Zeit. Anders als bei der Lelit Mara X wird das Wasser nicht von unten entnommen, sondern über jeweils nach dem Auffüllen wieder einzufädelnde Schläuche.
- Die Aufheizzeit beträgt 25 bis 30 Minuten, wenn die Maschine wirklich auf Temperatur kommen soll. 2022 hatten wir noch 20 Minuten gemessen. Die Maschine selbst gibt schon vorher an, dass sie einsatzbereit wäre, was aber unseren Messungen nicht entspricht.
- Das Temperaturoptimum wird erreicht, wenn die Maschine länger im Betrieb ist. Deshalb ist wichtig, die eigene Maschine zu kennen und sie gemeinsam mit einem lokalen Händler auf die aktuelle IST-Temperatur zu prüfen und einzustellen.
- Die Knöpfe reagieren manchmal nicht sensibel.
Stromverbrauch ohne Dampfboiler gering

Im Verhältnis zu anderen Dualboilern hat die Lelit Elizabeth mit ausgeschaltetem Dampfboiler einen relativ geringen Stromverbrauch. Zu beachten ist jedoch, dass hier die Leistung bei einem Protokoll von nur 15 Minuten gemessen wurde. Zu diesem Zeitpunkt war die Maschine noch nicht voll auf Temperatur. Die tatsächliche Leistung wird also leicht höher sein und dennoch eher gering. Sie ist nicht zu vergleichen mit einigen Thermoblocks, die auf einen Verbrauch von nur 0,1 kWh kommen. Und dennoch sind auch ca. 0,13 bis 0,15 kWh ein gutes Ergebnis.
Mit Dampfboiler messen wir 0,24 kWh, was dem Ergebnis der Rancilio Silvia Pro X entspricht. Bei vielen Dualboilern kommen wir in der Vergleichsmessung auf hohe Werte von mehr als 0,35 kWh.
Inzwischen messen wir nach unserer überarbeiteten Leistungsmessung: Aufheizen und ein Espresso, weil die meisten von euch die Maschine einschalten und dann ein oder zwei Bezüge machen. Mit Dampfboiler und 25 Minuten Aufheizzeit kommt die Elizabeth im Retest auf 0,171 kWh, ohne Dampfboiler waren es in unserer Messung von 2023 0,082 kWh. Warmhalten kostet mit Dampfboiler 0,084 kWh pro Stunde. Spannend ist die Leistungskurve: Wie bei der Elizabeth 3 heizt die Maschine nur gut sieben Minuten mit voller Leistung, danach hält der PID nur noch mit kurzen Impulsen. Die Werte von 2022 (0,13 und 0,24 kWh für Aufheizen plus fünf Bezüge) lassen sich mit den heutigen nicht direkt vergleichen.
Aufheizzeit der Lelit Elizabeth PL92T
Wir haben einiges über die kurze Aufheizzeit der Elizabeth gelesen. Hier gehen wir nicht mit. Bei 10 und 15 Minuten ist die PL92T noch nicht auf Zieltemperatur. Wir raten euch, die Maschine mindestens 20 Minuten aufzuwärmen.
Heute reichen uns 20 Minuten nicht mehr. Im Retest lag der erste Bezug nach 20 Minuten bei nur 84,8 °C, eingestellt waren 94 °C. Nach 25 Minuten waren es 90,7 °C, also immer noch gut drei Grad unter den folgenden Bezügen. Ab dem zweiten Bezug bleibt die Elizabeth dann auch im Minutentakt stabil zwischen 92,5 und 94,0 °C. Im Zwischentest vom Mai 2025 war sie nach 30 Minuten auf Temperatur. Wir empfehlen deshalb heute 25 bis 30 Minuten. Die Elizabeth 3 ist mit 20 Minuten etwas schneller.
So richtig in der Komfortzone ist die Lelit Elizabeth, wenn sie länger an ist. Das zeigt auch unsere Messung mit dem WBC-Protokoll. Wir haben das Gefühl, dass die Maschine auf das Ziel „1-Stunde-an“ optimiert wurde. Das erscheint uns für das Alltagsszenario zu Hause nur bedingt tauglich. Denn zumindest wir trinken sehr gerne einen Espresso, wenn die Maschine gerade auf Temperatur ist. Anschließend stellen wir im Alltag nach dem Bezug die Maschine wieder aus und für den nächsten Espresso einige Stunden später wieder an.
Um das zu präzisieren: Die Lelit ist auch schon früher im Temperaturkorridor. Richtig stabil wird sie in der Auslieferungsprogrammierung jedoch, wenn sie länger an ist. Womöglich lässt sich das über die erweiterte Einstellungsmöglichkeit des LCC noch regulieren.
Im Zeitfenster bis 30 Minuten würden wir die Maschine eher zwei Grad über die angezeigte Zieltemperatur einstellen.
Im Video sagten wir 2022, die kleinen Boiler würden auch im WBC-Protokoll nicht in die Knie gehen. Im Retest hält die Elizabeth die ersten elf von 14 Bezügen zwischen 92,8 und 94,6 °C und fällt dann bis auf 89,5 °C ab. Im Mai 2025 lagen noch alle 14 Bezüge innerhalb von einem Grad. Innerhalb der einzelnen Bezüge steigt die Temperatur heute um vier bis fünf Grad an. In unserer Temperaturwertung ergibt das 2,7 von 10 Punkten. Die Elizabeth 3 verliert im WBC-Test früher Temperatur, hält sie dafür innerhalb des Bezugs ruhiger.
Die Messungen 2022 wurden mit der werkseitigen Standardeinstellung der Lelit Elizabeth vorgenommen. Diese waren bei uns: KPc 2.0; KIc 0.04; KDc 1.0; BC 30; KPs 2.0; KIs 0,00; KDs 20.0; BS 30; Ec 10; Es 0; F01 1; Tr 0.
Diese Einstellungen lassen sich in der erweiterten Einstellung der Lelit über das LCC steuern. Lelit liefert hier alles, um viele Feinheiten im Verhalten der PID und Steuerung anzupassen. Auch kann die Länge der Pumpenphase in der Preinfusion eingestellt werden. Eine gute Erklärung dazu liefert Dave Corbey in einem Blogbeitrag.
Preinfusion und Espressoqualität
Schon im Standardmodus erlaubt die Lelit Elizabeth uns, guten Espresso zu brühen. Wenn die Maschine gut aufgeheizt ist, dann erhalten wir gute Ergebnisse. Wir stellen die Maschine jedoch zwei Grad höher, wenn wir 20 Minuten nach dem Anstellen Espresso trinken wollen!
Zusätzlich erlaubt die Espressomaschine die Nutzung von zwei verschiedenen Preinfusionsmodi. Zum einen können wir mit eingeschaltetem Dampfboiler den Dampf nutzen, um nach dem Stoppen der Pumpe nach 3 Sekunden bis zu 20 Sekunden einen sanften Druck auf den Kaffeekuchen zu geben.
Zum anderen kann eine Art Blooming-Preinfusion gefahren werden. Dafür darf der Dampfboiler nicht laufen. Nun stellt die Pumpe standardmäßig nach 6 Sekunden Arbeitszeit aus und geht dann in eine definierbare Pausenphase.

Erweiterte Einstellung der Preinfusion
Die Stopphase der Pumpe lässt sich für beide Modi in den erweiterten Einstellungen definieren. So kommt ihr in das Menü:
BLS1 steht für Knopf 1 und BLS2 steht für Knopf 2. Die folgende Zahl definiert die aktivierte Phase der Pumpe vor der Dampfdruck-Preinfusion. Im Beispiel oben haben wir 3 Sekunden gewählt, was uns ein sinnvoller Wert erscheint.
BLP1 stellt Knopf 1 bei der Blooming-Preinfusion ein und BLP2 Knopf 2. Wir haben im Beispiel oben 6 Sekunden vor dem Stoppen der Pumpe gewählt.
In beiden Modi wird die aktivierte Zeit der Pumpe von der gesamthaft eingestellten Preinfusionszeit abgezogen. Wählen wir also im Menü eine zehnsekündige Preinfusion, so beträgt diese 7 bzw. 4 Sekunden, da die Zeit des Pumpendruckes als Teil der Preinfusion gerechnet wird.
Auswirkungen der Preinfusion auf verschiedene Espressi
Wir haben viel mit der Preinfusion gespielt und die Modi mit unterschiedlichen Espresso-Röstungen und Zeiten ausprobiert. Die Möglichkeiten sind hier immens. Wir haben bessere Ergebnisse mit der Dampfdruck-Preinfusion erhalten. Vor allem heller geröstete Spezialitätenkaffee-Espressi sind dadurch süßer und balancierter geworden. Im Video-Test verkosten wir beispielsweise Toca von unserem Bio-Projektpartner in Mexiko.
Bei einem dunkler gerösteten Robusta-Espresso war der Unterschied dagegen klein, der lief auch ohne Preinfusion gut. Die Lelit Elizabeth bietet mit ihren Einstellungsmöglichkeiten ein Spielfeld für neugierige Kaffeeaficionados. Sie birgt aber auch die Gefahr, sich zu verlieren. Dann ist ein Schritt zurück zum Standardprofil sinnvoll.
Was die Preinfusion angeht, hat die Elizabeth 3 einen großen Schritt gemacht. Statt der Sekundenwerte in BLS1 und BLP2 speichert ihr dort auf zwei Tasten je ein Druckprofil mit bis zu fünf Stufen und könnt den Fluss mit dem Pagaia-Hebel zusätzlich von Hand regeln. Beim Espressopotential kommt die PL92T in unserem heutigen Protokoll auf 5,0 Punkte, die Elizabeth 3 auf 6,5. Den Ausschlag gibt neben der Profilierung die Temperatur.
Schäumverhalten
Der Basisdruck des Dampfkessels ist eher gering. Die Temperatur lässt sich jedoch auf 145 Grad Celsius hochfahren und dann macht die Lelit Elizabeth beim Schäumen richtig Spaß. Sie rollt kraftvoll, ohne dabei zu schnell zu erhitzen. Das erlaubt eine lange Rollphase und ist die Voraussetzung für sehr guten Milchschaum.
Insbesondere für alle, die mit dem Schäumen von Milch beginnen, ist die Lelit auch schaumtechnisch eine interessante Wahl. Die lange Rollphase hilft, die beim ungeübten Schäumen entstandenen Bläschen wieder zu zerkleinern.
Lediglich das Dampfrad frustriert jedes Mal ein wenig, wenn wir wieder zu schäumen beginnen. Aus der Community haben wir den Tipp erhalten, dass es dafür schöne Eigenanfertigungen aus Holz gibt, gedrechselt in Kleinserie.

Die Messung nach unserem heutigen Schäumprotokoll reichen wir nach. Klar ist schon jetzt: Die Elizabeth 3 dampft bei gleich großem Dampfboiler deutlich schneller und bringt 300 Milliliter Milch in 30 Sekunden auf 60 °C. Bei der PL92T dauert es spürbar länger, was die lange Rollphase erklärt, die wir 2022 so gelobt haben. Das Dampfrad ist bei der Elizabeth 3 übrigens aus Holz.
Elizabeth PL92T oder Elizabeth 3?
Mit der Elizabeth 3 hat Lelit vieles von dem angepackt, was wir 2022 kritisiert haben: Siebträgergriff, Dampfrad, Pagaia und Tamper sind aus Holz, der Wassertankdeckel sitzt in einer Führung, und die Preinfusion wird zu speicherbaren Druckprofilen. Dafür ist der Brühkessel kleiner, und der Preis liegt mit 1.650 Euro deutlich höher.
| Retest 2026 | Elizabeth PL92T | Elizabeth 3 |
|---|---|---|
| Preis | ca. 1.000 Euro | ca. 1.650 Euro |
| Brüh-/Dampfkessel | 0,3 l / 0,6 l | 0,2 l / 0,6 l |
| Profilierung | 2 Preinfusionsmodi, Zeit einstellbar | 2 Tasten mit je 5 Druckstufen, Pagaia-Hebel |
| Aufheizzeit | 25–30 Minuten | 20 Minuten |
| Bezug 1 nach 20 Minuten | 84,8 °C | 93,6 °C |
| 5 Bezüge im Minutentakt | ab Bezug 2 stabil (nach 25 Min.) | fällt um 2 °C, mit 2 Min. Pause stabil |
| Strom Aufheizen + Espresso, mit Dampf | 0,171 kWh | 0,154 kWh |
| Bedienteile | Plastik | Holz |
| Tamper | Plastik, nicht geeignet | 58,55 mm, Holzgriff, bündig |
| Gewicht | 12 kg | 15 kg |
Wer vor allem Espresso trinkt, mit einem Budget um 1.000 Euro einen Dualboiler sucht und mit Plastikteilen leben kann, bekommt mit der PL92T weiterhin viel Maschine. Wer Druckprofile speichern will, schneller aufheizen möchte und Wert auf hochwertigere Bedienteile legt, sollte sich die Elizabeth 3 anschauen. Wie Pagaia funktioniert, erklären wir im Überblick zur Lelit Pagaia.
Die Lelit Elizabeth PL92T bekommt ihr zum Beispiel bei Stoll Espresso*, unserer empfohlenen Fachwerkstatt für Lelit.
* Affiliate-Link: Kauft ihr über diesen Link, erhalten wir eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts.
KM-Bewertung (Retest 2026)
0 – 100
Zwei Kategorien fehlen noch: Schäumqualität und Lautstärke. Wir reichen beide nach und ergänzen dann den Gesamtscore. Nach dem heutigen Stand landet die Elizabeth PL92T im Bereich „Kompromiss“ bis knapp „Gut / Standard“. Das ist nüchterner als unser Fazit von 2022 und liegt vor allem an Temperatur und Aufheizzeit. Ein jüngeres oder frisch entkalktes Gerät würde hier möglicherweise besser abschneiden.
Fazit und weitergehende Tipps
Was für eine spannende Espressomaschine. Nicht nur in Sachen Preis-Leistung setzt die Lelit Elizabeth ein echtes Ausrufezeichen. Die verschiedenen Modi der Preinfusion, die insgesamt gute Performance und auch die von Lelit eröffnete Möglichkeit, tief in die Steuerung der Maschine in einen erweiterten Modus einzugreifen, erlaubt eine steile Lernkurve.
Die Lelit Elizabeth ist eine sehr spannende Dualboiler-Espressomaschine für den Einstieg mit dem Potential, viele teurere Maschinen in Sachen Leistung zu überrunden. Und zwar schon in der Grundeinstellung. Mit den vielen Tipps und Tricks der Lelit Community und wenn ihr euch in die Maschine hineinarbeitet, dann öffnet die Elizabeth Sphären, die für Espressomaschinen mit klassischer E61-Brühgruppe fernes Zukunftsrauschen sind.
Einordnung 2026: Mit unserem heutigen Protokoll und einem drei Jahre alten Gerät fällt die Bewertung strenger aus. Die Elizabeth braucht 25 bis 30 Minuten, die Bedienteile aus Plastik bleiben ihre Schwachstelle, und bei der Temperatur zeigt sie im Retest mehr Schwankung als 2022. Für rund 1.000 Euro bleibt sie trotzdem ein ernstzunehmender Einstieg in die Dualboiler-Klasse, gerade für alle, die gerne an Einstellungen tüfteln. Wer mehr Komfort und Druckprofile möchte, findet in der Elizabeth 3 die modernere Nachfolgerin. Welche Bauart grundsätzlich zu euch passt, haben wir in unserer Kaufberatung für Espressomaschinen zusammengefasst.
Herzliche Grüße, euer Benjamin
Technische Daten im Überblick
| Merkmal | Lelit Elizabeth PL92T |
|---|---|
| Preis | ca. 1.000 Euro (Stand Oktober 2026) |
| Bauart | Dualboiler mit PID |
| Boiler | Brühkessel 0,3 l, Dampfkessel 0,6 l (abschaltbar) |
| Pumpe | Vibrationspumpe mit einstellbarem OPV |
| Profilierung | Dampfdruck-Preinfusion (bis 20 s) und Blooming-Preinfusion |
| Volumetrik | Zeitsteuerung, Shottimer |
| Aufheizzeit | 25–30 Minuten (Retest 2026) |
| Brühtemperatur | nach 25 Min.: Bezug 1 90,7 °C, danach 92,5–94,0 °C (eingestellt 94 °C) |
| Stromverbrauch | 0,171 kWh Aufheizen + Espresso mit Dampf (2026), 0,082 kWh ohne Dampf (2023); Warmhalten 0,084 kWh/h |
| Lautstärke | Messung folgt |
| Wassertank | 2,5 l |
| Tropfschale | 1,4 l |
| Maße (B × H × T) | 32,2 × 38,2 × 26 cm (43 cm mit Siebträger) |
| Gewicht | 12 kg |
Und wie sind eure Erfahrungen mit der Lelit Elizabeth? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.
Übrigens gilt auch bei dieser Maschine: Wir haben sie gekauft, wir machen unsere Tests unabhängig und testen nach bestem Wissen und Gewissen.


















